In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
In 30 Jahren haben unzählige unserer Gäste Ihre Kanureise in spannenden Reiseberichten festgehalten. Schau, was sie in Schweden für spannende Abenteuer mit scandtrack erlebt haben und lass dich inspirieren!
Unsere zweite scandtrack Reise sollte uns entlang des Dalsland Kanals, vom Bootshaus Dietz in Bengtsfors, bis zum Vänern und zurück, führen. Wie uns das Team lächelnd mitteilte, eine sportliche Schreibtischplanung ;-), denn die vielen Schleusen könnten mit etwas Wartezeit verbunden sein.
So starteten wir am 23.7.2021 pünktlich 14 Uhr in Dresden mit einem kleinen Zubringer-Bus nach Leipzig, wo es dann mit dem scandtrack-Express über Berlin nach Puttgarden ging. Auf der Überfahrt nach Dänemark begleitete uns ein herrlicher Mond. Im Dunklen ging es durch Dänemark, bis es beim Übersetzen nach Helsingborg anfing zu dämmern. Gegen 9 Uhr erreichten wir das Bootshaus, wo wir herzlichst mit Kaffee und einigen organisatorischen Infos empfangen wurden.
Nachdem wir unsere zwei Boote und die Ausrüstung empfangen hatten, ging es ans Aussortieren und Packen. Für 3 Leute musste so einiges mit und oh je, das Boot ist so klein im Gegensatz zu dem Kanadier beim letzten Mal, hihi. Alles verstaut?! Es konnte losgehen!
So stachen wir gegen 10:45 Uhr in den Lelang, vorbei am Gästehafen Bengtsfors zur Schleuse. Hier wurden wir durch 2 Kammern 3,5m abwärts in den Bengtsbrohöljen gebracht, an dessen Ende man die Schleusen 19 und 20 erreichte. Hier wurde uns klar, warum man den Dalsland-Kanal bauen musste, denn direkt neben dem Kanal und den Schleusen hörte man das wilde Wasser der Stromschnellen rauschen. Allerdings gönnten wir uns nicht die Rast zu einem Blick über den Damm, denn es lief gerade so gut mit dem Schleusen, ganz ohne Wartezeiten. Wir wussten ja, dass wir einige Zeit später auf dem Rückweg wieder hier vorbeikommen würden. An der Schleuse Billingfors, welche unser Letzte für den Tag sein sollte, wurde mit dem Schleusen extra auf uns gewartet. Nachdem wir in den Laxsjön entlassen wurden, beobachteten wir das rege Treiben auf dem Hof der Zellulosefabrik. Nun konnten wir unser Tagesziel den DANO 47, auf der Halbinsel Baldersnäs schon in der Ferne entdecken. Dort, im Naturreservat, konnten wir ganz in Ruhe den Abend genießen.
Auf unserem weiteren Weg zur nächsten Schleuse besuchten wir noch eine Insel mit Geocache. Drei Schleusen mit 6 Schleusenkammern später, kamen wir in den See Ravarp. Dieser war die ersten Kilometer ziemlich schmal, bis er sich öffnete und wir von starkem Gegenwind begrüßt wurden. Wegen den sich aufbauenden Wellen, war es nicht möglich, wie eigentlich geplant, parallel am Nordufer Richtung Högsbyn zu den Felszeichnungen zu paddeln. So entschieden wir uns die Wellen zu kreuzen und direkt den DANO 46 auf einer Insel anzusteuern. Als sich am Abend der Wind etwas gelegt hatte, paddelten wir noch eine Runde um die Insel.
Auf dem Weg nach Haverud umfuhren wir die letzte Schleuse in Buterud, welche die letzte handbetriebene Schleuse auf dem ganzen Kanal ist. Nun erreichten wir den See Aklang, wo ziemlich in der Mitte der Kanal nach Haverud zum Aquädukt abgeht. Hier direkt an der Einfahrt ist auch der DANO 45, wo wir unsere Zelte aufbauten. Anschließend erkundeten wir die Umgebung und besuchten das Dalslandcenter, wo es viel Wissenswertes über den Kanalbau zu lesen gab. Oberhalb der Schleuse genehmigten wir uns in einem Café ein sehr leckeres Softeis. Am Abend machten wir ein kleines Lagerfeuer und beschlossen mit einem Blick auf die Wettervorhersage nicht bis zum Vänern zu fahren.
Gut so, denn in der Nacht fing es mächtig an zu regnen und als am nächsten Mittag der Regen eine Pause einlegte, wollte keiner das nasse Zelt abbauen. So blieben wir einen Tag länger und konnten das Ablassen des Wassers in die wilde Schlucht miterleben und noch ein leckeres Softeis genießen.
Nach diesem Regentag lief es richtig gut für uns, der Wind kam aus Süden und wir gut voran. Nur in Buterud mussten wir ein bisschen gegen die Strömung paddeln. Puh geschafft!
Bei Mustadfors mussten wir eine längere Pause einlegen, weil sich hier die Passagierschiffe treffen und Vorfahrt haben. So nutzen wir die Pause zum Erkunden des Ortes und Nachfüllen des Proviants. Damit die großen Schiffe passieren konnten, wurde die Straßenbrücke hochgeklappt, was man auch nicht alle Tage sieht.
In Dals Langed hatten wir wieder einmal Glück und mussten nicht lange auf das Schleusen warten. Nun hatten wir die letzte Schleusung des Tages geschafft, die in Langbron konnte man ja umfahren, wie wir auf der Hinfahrt festgestellt hatten. Am frühen Abend erreichten wir den DANO48. Hier hatten wir das erste Mal Gesellschaft beim Übernachten. Nach einigen kurzen Regenschauern gab es am Abend ein gemütliches Feuerchen.
Der nächste Tag begann wieder mit Dauerregen und wir entschieden uns für‘s dableiben.
Wir saßen vor Regen geschützt in der DANO Hütte, schauten zu wie sich die anderen auf den Weg machten und spielten dann Karten. Als es am Nachmittag etwas schöner wurde, spazierten wir nach Billingfors um noch etwas einzukaufen. Auf dem Rückweg wurde es dann schon wieder feucht, so dass wir gerade noch die sichere, trockene Hütte erreichten.
Über Nacht hatte der Wind unsere Zelte fast getrocknet und die Sonne kam immer mal zum Vorschein. So machten wir uns auf, den letzten Tag auf dem Wasser zu genießen. An den Schleusen 18-20 machten wir diesmal eine Pause, um die Stromschnellen zu bewundern. Unseren letzten Abend verbrachten wir am DANO 56 auf einer Insel. Diese hielt für uns noch einen Cache und viele leckere Heidelbeeren bereit. Bei einer ausgiebigen Erkundung erklommen wir den höchsten Punkt, wo wir eine wunderschöne Aussicht hatten und noch einen wundervollen Sonnenuntergang genießen konnten.
Der letzte Tag, begann sehr früh, denn die Boote mussten gegen 9 Uhr abgegeben werden. Dadurch hatten wir noch den ganzen Tag Zeit, um Bengtsfors zu erkunden. So gönnten wir uns eine Pause in Kickis Cafe mit Kakao, Waffeln und Kaffee. Wir besuchten den EKA-Umweltpark, das Freilichtmuseum Gammelgarden (mit ganz vielen großen Heidelbeeren) und den Draisine Bahnhof.
Am Abend traten wir nach ca.100km Boot fahren mit 35 hm ;-) und vielen schönen Erlebnissen die Heimreise an.
So ging der zweite wunderschöne Schweden-Urlaub zu Ende, aber wir werden sicherlich nicht das letzte Mal hier gewesen sein.